Immobilien-Verzehr-Plan (IVP)
In Deutschland besitzen etwa 50% der Rentnerhaushalte ein Eigenheim, das heißt ein Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung – Tendenz steigend. Trotz des Vermögenswertes, den das Eigenheim darstellt, kann es vorkommen, dass Pensionäre nicht genügend finanzielle Mittel besitzen, um alle notwendigen Ausgaben tätigen zu können. In manchen Fällen ist die Altersrente zu gering oder es bestehen keine oder nur geringe betriebliche oder private Altersrenten. Als Folge wünschen sich viele Eigentümer bei Eintritt in den Ruhestand neben ihrer Rente zusätzliche Liquidität.
Bisher blieb der 60 Plus Gesellschaft und insbesondere Ruheständlern in Deutschland lediglich die Möglichkeit des Verkaufs der Immobilie, um die vorhandenen stillen Reserven aus dem Immobilienkapital zu Geld bzw. zu einer "Rente" zu machen. Der Haken ist, dass die meisten Pensionäre aber gar nicht aus Ihrer eigenen Immobilie ausziehen wollen. Zumindest noch so lange darin wohnen bleiben wollen, wie sie die Haus- und Gartenarbeiten zum Großteil noch selbst bewerkstelligen können.
Für den Fall, dass der Eigentümer vor dem Ende des Planungszeitraumes verkauft und auszieht, kann das Darlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigung abgelöst werden. Dadurch erhöht sich die Rente, weil nunmehr keine Zinsen mehr zu zahlen sind.
Fazit
Der Eigentümer verbleibt beim Immobilien-Verzehr-Plan in seiner Immobilie und braucht keine Wohnungsprobleme befürchten. Dennoch erzielt er aufgrund des Konzeptes eine "Zusatzrente". IVP bietet die Möglichkeit bereits zu einem frühen Zeitpunkt von den geschaffen Vermögenswerten in Immobilien im Rahmen der Altersversorgung zu parti- zipieren.
Gesellschaftspolitischer Exkurs
Etwa 50 Jahre wird die Überalterung der Bevölkerung der Bundesrepublik anhalten, bis sich auf niedrigerem Niveau wieder ein Gleichgewicht eingestellt haben wird. Während dieser Zeit werden die Versorgungslücken der Pensionäre immer weiter aufreißen. Aber – Billionenwerte stecken in Immobilien. Wenn diese Immobilienwerte zu Lebzeiten der Pensionäre in liquides Kapital umgewandelt werden, also dem Geldkreislauf zugeführt, wäre dies von großem volkswirtschaftlichen Nutzen. Von einer solchen Geldspritze während der demographischen Schrumpfphase müssten die Finanz- und Wirtschaftsminister eigentlich träumen. Im übrigen würde damit der Generationskonflikt deutlich nivelliert werden.
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